Malen nach Zahlen? Über Kino und Publikum / Konferenz 2018 @ Cabuwazi Beyond Borders, Berlin [14. Februar]

Malen nach Zahlen? Über Kino und Publikum / Konferenz 2018


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14.
Februar
18:30 - 23:00

 Facebook-Veranstaltungen
Cabuwazi Beyond Borders
Columbiadamm 84, 10969 Berlin
Den Auftakt der „Woche der Kritik” 2018 macht eine Konferenz zur Frage, wie Vorstellungen vom Publikum die Arbeit mit dem Kino prägen, was es heißt, bestimmte Besucherzahlen erreichen zu müssen und welche Auswirkungen es hat, sich als Publikumsfestival zu verstehen. In Anlehnung an die Frühzeit des Kinos findet die Veranstaltung in einem Zirkuszelt statt.

ENGLISH BELOW

Alle Infos: wochederkritik.de/de_DE/malen-nach-zahlen-konferenz-2018/

Die Filmförderungsanstalt (FFA) hat mit ihren neuen Leitlinien die vielleicht wichtigste filmpolitische Debatte der letzten Jahre angestoßen: die Frage danach, welche Filme welches Publikum erreichen. Die FFA will mit wenigen Ausnahmen nur noch Filme fördern, die von mindestens 250.000 ZuschauerInnen im Kino gesehen werden – als vorausgeschickte Erwartung. Mit dieser Entscheidung hat sie die deutsche Filmbranche aufgescheucht.

Eine gute Gelegenheit also, einmal offen danach zu fragen, welche Ideen es vom Publikum in der deutschen Filmbranche gibt und wie internationale Film- und FestivalmacherInnen über die Frage denken. Immerhin ist auch bei der Diskussion über die Zukunft der Berlinale immer wieder der Begriff vom Publikumsfestival gefallen, mit dem ganz ähnlich auf Besucherzahlen und Eintrittsgelder verwiesen wird. Welche Auswirkungen kann es im Positiven wie Negativen haben, Besucherzahlen als Erfolgskriterium für künstlerische Arbeiten zu setzen? Und wie lässt sich ein Publikum überhaupt für Kino begeistern? Das wollen wir in einem ersten Podium diskutieren – u.a. mit:

Christian Bräuer, Geschäftsführer der Berliner Yorck Kinos und Mitinitiator der neuen Leitlinien der FFA

Maria Köpf, Geschäftsführerin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und ehemalige Produzentin

Stephan Wagner, Regisseur und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Regie

Im zweiten Panel wollen wir FilmemacherInnen, KuratorInnen und KritikerInnen fragen, welche Potenziale es gibt, bestehende Ideen vom Publikum herauszufordern. Wie kann man mit dem Publikum kommunizieren, wie es aktivieren oder überraschen? Welche Rolle spielt dabei die soziale Dimension des Kino- oder Festivalbesuchs, welche das Auratische, das Eigenwillige und die erotische Spannung eines Kinos, das sich gleichzeitig vermittelt und dem direkten Zugriff entzieht? Zu den Gästen gehören:

Marie-Pierre Duhamel, Kuratorin und Übersetzerin, ehemalige Leiterin des Festivals Cinéma du réel und Mitglied der Auswahlkommissionen von Locarno und Venedig

Kleber Mendonça Filho, Regisseur von „Aquarius” (Cannes) und „Neighbouring Sounds” (Rotterdam) sowie ehemaliger Kritiker

Chris Fujiwara, Kritiker und Wissenschaftler, ehemaliger Leiter des Edinburgh Filmfestivals, arbeitet aktuell an einem Forschungsprojekt zum Publikum von Arthousekino und Filmfestivals

Rebecca Zlotowski, Regisseurin von „Planetarium” (Woche der Kritik 2017, Venedig), „Grand Central” und „Belle Epine” (beide Cannes)

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Get together statt.
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Eine Veranstaltung des Verbandes der Deutschen Filmkritik.

Ort: CABUWAZI Tempelhof – der Kulturflughafen, auf dem Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm 84
BVG: Bus 104 Golßener Straße / U6 Platz der Luftbrücke
Eintritt: 5,50 €

Tickets: publikum.cortex-tickets.de/

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ENGLISH

Painting by numbers?
On notions of the public and their effects on cinema

By issuing their new guidelines, the German Federal Film Board (FFA) has revived one of the most important debates in recent film politics: which films can and should reach which public. The new guidelines revolve around audience numbers: only films expected to attract at least 250,000 spectators in theaters will henceforth be eligible for funding. This move has stirred up the German film industry. What’s new is the fact that this expectation is no longer discussed behind closed doors, but have become explicitly stated funding policy.

This offers a good opportunity to take up the debate on how both the German film industry and international filmmakers and festival organizers think about the public. This is all the more pertinent as the Berlinale itself is often referred to as the festival “for the public”, underlining its box office results and audience numbers. What are the effects, positive and negative alike, of this focus on audience numbers as a criteria for the success of a a work of art? And what are means are available for rousing the public’s enthusiasm for cinema? This will be the topic of the first panel, with the participation of:

Christian Bräuer, managing director of the Berlin arthouse cinema chain Yorck Kinos and co-author of the new FFA guidelines

Maria Köpf, managing director of the Hamburg Schleswig-Holstein film fund and former producer

Stephan Wagner, director and chairman of the Association of German Film Directors

On the second panel we will ask filmmakers, curators and critics how received notions of the public can be overcome. How do you communicate with the public, how can it be engaged and surprised? Which role does the collective experience of “going to the movies” play in this endeavor? Among the guests:

Marie-Pierre Duhamel, curator and translator, formerly head of the festival Cinéma du réel in Paris and member of the selection committees in Venice and Locarno

Kleber Mendonça Filho, director of “Aquarius” (Cannes) and “Neighbouring Sounds” (Rotterdam) and former film critic

Chris Fujiwara, critic and academic, former director of the Edinburgh Film Festival, currently working on a research project about the audiences of arthouse theaters and film festivals

Rebecca Zlotowski, director of “Planetarium” (Berlin Critics’ Week 2017, Venice), “Grand Central” and “Belle Epine” (both Cannes)

Wednesday, February 14, 6:30 pm, CABUWAZI tent Tempelhof, Columbiadamm 84. Tickets are available here: publikum.cortex-tickets.de/
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