Asemische Dialoge @ Lettrétage - das Literaturhaus in Berlin Kreuzberg, Berlin [31. Juli]

Asemische Dialoge


47
31.
Juli
20:00 - 22:00

 Facebook-Veranstaltungen
Lettrétage - das Literaturhaus in Berlin Kreuzberg
Mehringdamm 61, 10961 Berlin
----English version below----

Eintritt 5,- / erm. 4,-

Asemische Dichtung (Dichtung ohne semantische Bedeutung) tauchte als Kunstform erstmals vor rund 100 Jahren, in den frühen Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts wie Dada, Futurismus und Konstruktivismus, auf. Tomomi Adachi und Jaap Blonk haben sich intensiv mit dem Material aus dieser Zeit auseinandergesetzt und es immer wieder neu präsentiert. Texte von Kurt Schwitters, Hugo Ball, Raoul Hausmann, Welimir Chlebnikow und – in Tomomis Adachis Fall auch von frühen japanischen Autoren – brachten sie zur erneuten Darbietung.

Trotzdem sind beide Performer auch einen Schritt weiter gegangen und haben ihre eigene Ausdrucksweise in diesem Bereich entwickelt. Sie spielen mit spontaner und strukturierter, manchmal auch computergenerierter Sprache und beleben dieses Spiel durch umfangreiche Erkundungen der komplexen Phonetik und zeitgenössischen Klangverarbeitung. Mit dem kreativen Einsatz von Live-Elektronik erweitern sie ihre Arbeit fortwährend. Unterstützt durch ihre starke Bühnenpräsenz sprengt die Aufführung die Grenzen von Poesie und Musik, Text und Klang, Komposition und Improvisation, Akustik und Elektronik.

Tomomi Adachi ist Künstler, Komponist, Klang- und visueller Poet sowie Instrumentenbauer. Er ist bekannt für seinen vielseitigen Stil, führt seine eigene Stimme und außerdem elektronische Stücke, Klangpoesie, improvisierte Musik und Gegenwartsmusik auf. Er hat standortspezifische Kompositionen, Kompositionen für klassische Ensembles und Chorstücke für ungeschulte Musiker geschrieben und an den verschiedensten Orten der Welt, einschließlich der Tate Modern, dem Festival MaerzMusik, dem Centre Pompidou, dem Poesiefestival Berlin und dem Walker Art Center präsentiert. Adachi arbeitet mit selbst hergestellten Instrumenten, Twitter-Texten und sogar paranormalen Phänomenen. Als der einzige japanische Performer für Klangpoesie führte er 1996 Kurt Schwitters ‚Ursonate‘ als japanische Premiere auf. Seine CDs sind bei den Labels Tzadik, Omegapoint und naya records erschienen. Adachi war Gast des Artists-in-Berlin Programm des DAAD im Jahre 2012.

Jaap Blonk (geboren 1953 in Woerden, Niederlande) ist Komponist, Dichter, Musiker und Performer. Sein Studium der Physik, Mathematik und Musikwissenschaft brach er ab und begann, Saxophon zu spielen und zu improvisieren. In den frühen 80er Jahren entdeckte er sein stimmliches Potenzial und experimentierte fortan über Jahre mit Phonetik und den Möglichkeiten der menschlichen Stimme. Heute ist er ein Spezialist für das Kreieren und Aufführen von Lautpoesie. Er tritt weltweit auf und gibt regelmäßig Workshops. Mit dem Einsatz von Live-Elektronik hat der Spielraum und die Reichweite seiner Arbeit eine beträchtliche Erweiterung erfahren. Von seinen Lautpoesie-Partituren hat er darüber hinaus ein eigenes Werk an großformatigen Zeichnungen erschaffen, das veröffentlicht und in Ausstellungen gezeigt wurde. Seine Musik ist auf bislang 22 CDs bei seinem eigenen Label Kontrans erschienen; andere Aufnahmen finden sich u.a. bei VICTO (Kanada), Monotype Records (Polen) und Balance Point Acoustics (USA).

— Asemic dialogues

Asemic poetry (poetry without semantic meaning) was first presented as art about 100 years ago, in the early 20 century avant-garde movements — Dada, Futurism and Contructivism.

Jaap Blonk and Tomomi Adachi have extensively studied this material and made new presentations of it. Authors like Kurt Schwitters, Hugo Ball, Raoul Hausmann, Velimir Khlebnikov and, in the case of Tomomi, also early Japanese, were honored with fresh performances of their texts.

Both performers, however, went further and developed their own idioms in this field. They play with language, spontaneous and structured, sometimes computer-aided, supported by extensive research into phonetics and contemporary sound processing.

Then, the creative use of live electronics gave the scope and range of their presentations a considerable extension. Indeed, it jumps over borders of poetry and music, text and sound, composition and improvisation, acoustic and electronics, aided by their intense stage presence.

This rare performance of the two in dialogue will be recorded for a CD, which is to be the 25th title on Jaap Blonk’s “Kontrans” label.

Tomomi Adachi is a performer/composer, sound poet, instrument builder and visual artist. Known for his versatile style, he has performed his own voice and electronics pieces, sound poetry, improvised music and contemporary music, also presented site-specific compositions, compositions for classical ensembles, choir pieces for untrained musicians in all over the world including Tate Modern, Maerzmusik, Centre Pompidou, Poesiefestival Berlin and Walker Art Center. He has been working with a wide range of materials; self-made physical interfaces and instruments, brainwave, artificial satellite, twitter texts and even paranormal phenomenas. As the only Japanese performer of sound poetry, he performed Kurt Schwitters' «Ursonate» as a Japan premiere in 1996. CDs include the solo album from Tzadik, Omegapoint and naya records. He was a guest of the Artists-in-Berlin Program of the DAAD for 2012.

Jaap Blonk (born 1953 in Woerden, Netherlands) is a self-taught composer and poet. His unfinished studies in mathematics and musicology mainly created a penchant for activities in a Dada vein, as did several unsuccessful jobs in offices and other well-organized systems. In the early 1980s he discovered the power and flexibility of his voice, and set out on a long-term research of phonetics and the possibilities of the human voice. At present, he has developed into a specialist in the creation and performance of sound poetry, supported by a powerful stage presence. He performs and gives workshops worldwide on a regular basis. With the use of live electronics the scope and range of his work has acquired a considerable extension. From his sound poetry scores he developed an independent body of visual work, which has been published and exhibited.
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