Der Schriftsteller als Dissident - Kunst und Repression @ Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin [18. Mai]

Der Schriftsteller als Dissident - Kunst und Repression


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18.
Mai
20:00 - 22:00

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Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Als sich Heinrich Böll in den 60er und 70er Jahren neben seinem literarischen Schaffen als Sprachrohr der Dissidenten in Osteuropa engagierte, war der Kalte Krieg in vollem Gange. Böll unterstützte Schriftsteller, indem er ihnen öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte und ihnen Publikationsmöglichkeiten im Westen ermöglichte. Flucht oder Ausreise war für diese Schriftsteller eine Lebensentscheidung. Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes haben andere Fluchtbewegungen neue Exilbedingungen geschaffen. Eingewanderte oder zur Flucht gezwungene Schriftsteller und Journalisten werden oft zu Grenzgängern oder zu kulturellen Übersetzern zwischen ihrem Einwanderungsland und der Kultur, der sie den Rücken gekehrt haben. Sie sind in unserem Land eine Stimme gegen Repression und Verfolgung und treten das Erbe Heinrich Bölls an.

Wir haben zwei Schriftsteller eingeladen, die aus unterschiedlichen Gründen und in unterschiedlichen Zeiten nach Deutschland gekommen sind und zwei Generationen angehören. Beide nutzen sie ihre öffentliche Stimme, wenn es um Verfolgung und Unterdrückung in ihren Heimatländern geht.

Mit:
— György Dalos, 1943 geboren, ist ein im Westen besonders bekannter Schriftsteller und Historiker Ungarns. Seit er 1995 die Leitung des Hauses Ungarn übernahm, lebt er in Berlin. Zu seinen bekanntesten Werken gehört «Der Vorhang geht auf» aus dem Jahr 2009. Darin beschreibt er den Untergang der kommunistischen Regime in den osteuropäischen Staaten. Dalos äußert sich regelmäßig auch zu tagespolitischen Themen. So kritisierte er 2011 das umstrittene Mediengesetz von Regierungschef Viktor Orbán und wendet sich gegen die nationalistische Politik in Ungarn.

— Zafer Senocak ist 1961 in der Türkei geboren, er verbrachte seine Kindheit in Ankara und Istanbul, bevor die Familie 1970 nach Deutschland übersiedelte. Seine Lyrik wie auch sein Prosawerk sind durch ein Leben in zwei Welten gekennzeichnet und reflektieren diese Existenz. Mit Erdogan sieht er einen Bruch der Türkei mit ihren demokratischen Traditionen.
Moderation: Susanne Burkhardt (angefragt)

Die Veranstaltung ist die zweite in der Reihe „Heinrich Böll als öffentlicher Intellektueller. Die Bonner Republik als moralische Anstalt“ anlässlich des 100. Geburtstags von Heinrich Böll im Dezember 2017.

>> Mehr Infos auf calendar.boell.de/de/event/der-schriftsteller-als-dissident

>> Alle Verastaltungen zu 100 Jahre Böll on.boell.de/fm

Unsere Jubiläumsseite zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll mit aktuellen Beiträgen und weiteren Veranstaltungen finden Sie unter boell.de/100JahreBoell — Zitate und Anekdoten auf Twitter unter dem Hashtag #100JahreBoell.

Grafik: Heinrich-Böll-Stiftung. All rights reserved.
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