Das Geschäft mit dem Krieg @ Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin [18. Mai]

Das Geschäft mit dem Krieg


300
18.
Mai
19:00 - 21:00

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Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
***English below***
Wie die Waffenindustrie die Außen- und Innenpolitik mitbestimmt

Ein Gespräch mit Jan van Aken (MdB DIE LINKE) und Shahaf Weisbein (Aktivistin von Hamushim חמושים — מחיר התעשיה הצבאית בישראל)

Die Waffenindustrien in Deutschland und Israel überschlagen sich immer wieder mit Rekordzahlen beim Export von Kriegsgeräten und Überwachungstechnologien an autoritäre Regime und Konfliktparteien auf der ganzen Welt. Während Deutschland dabei wiederholt den eigenen Grundsatz verletzt, keine Waffen in Kriegsregionen zu schicken, ignoriert Israel bei der Lizenzvergabe an Waffenexporteure sogar UN-Sanktionen, die Waffenlieferungen an bestimmte Länder untersagen.

Das blühende Kriegsgeschäft manifestiert sich aber nicht nur in der steigenden Zahl militärischer Konflikte weltweit. Lobbyisten der Rüstungsindustrie beeinflussen auch die Innen- und Außenpolitik, indem sie sich beispielsweise verstärkt gegen Friedensbemühungen einsetzen. Sogar bei der Entscheidung, ob ein Militäreinsatz durchgeführt wird, spielt der potentielle Mehrwehrt für den Waffenverkauf der in diesem Militäreinsatz eingesetzten und somit live getesteten Waffen eine Rolle, wie einige Berichte aus Israel zuletzt zeigten.

Sowohl in Israel als auch in Deutschland gehen antimilitaristische Aktivist*innen gegen die Macht der Waffenindustrie vor. Mit direkten Aktionen, im Parlament oder vor Gericht versuchen sie, dem Geschäft mit dem Tod Grenzen zu setzen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen daher folgende Fragen: Was können wir voneinander lernen und welche Möglichkeiten haben wir, gemeinsam gegen das Kriegsgeschäft– vor allem in Israel und Deutschland — zu arbeiten?

* Jan van Aken ist Mitglied des Bundestags für die Partei DIE LINKE. Die Schwerpunkte seiner parlamentarischen Arbeit sind Waffenexporte und Friedenspolitik.
* Shahaf Weisbein ist Aktivistin der kürzlich gegründeten Organisation Hamushim (Hebräisch für bewaffnet), die sich gegen das tödliche Geschäft der israelischen Militärindustrie einsetzt.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

— The Business of War: How the Arms Industry Influences Foreign and Domestic Politics
A conversation with Jan van Aken (Bundestag member of DIE LINKE) and Shahaf Weisbein (activist of Hamushim חמושים — מחיר התעשיה הצבאית בישראל)

The arms industries in Germany and Israel have repeatedly surpassed record figures in the export of military equipment and surveillance technologies to authoritarian regimes and conflicting groups around the world. While Germany repeatedly violates its own principle of not sending weapons to warring regions, Israel even ignores UN sanctions in the licensing of arms exporters, which prohibit the delivery of weapons to certain countries.

The flourishing of the business of war manifests not just in the increasing number of military conflicts worldwide. Lobbyists of the arm industry also influence domestic and foreign policy and actively propagate military solutions instead of peaceful conflict resolutions. In Israel, for example, the potential surplus value of having weapon systems live-tested can even play a role when deciding whether or not to even deploy its military.

Both in Israel and in Germany, anti-militarism activists are fighting the power of the arms industry. With direct actions, in parliament or in court, they try to impose a limit to this deadly business. Thus, at the center of this event stand the following question: What can we learn from each other, and what are the possibilities for us to work together, against the business of war, especially in Israel and Germany?

* Jan van Aken is a member of the Bundestag for the party DIE LINKE. The main focus of his parliamentary work is on arms exports and peace policy.
* Shahaf Weisbein is an activist of the recently-founded Hamushim (Hebrew: Armed) project, which mobilizes against the crimes of the Israeli military industry.

The event will be held in English.
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